Termine

Nächste Veranstaltung der Fachgruppe

Montag, 14. Mai 2018, 18.30 - 20.00 h

Veranstaltungsort
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie KJPP, Universität Zürich, Neumünsterallee 3, 8032 Zürich

„Ohne euch hätte ich das nie geschafft...“
Transgender Network Switzerland (TGNS): Vom Aufbau einer community-basierten Organisation für trans Menschen in der Schweiz

Der 2010 gegründete Verein Transgender Network Switzerland (TGNS) ist Sprachrohr und Lobbyorganisation von Transmenschen in der Schweiz. Nicht nur die Mitgliederzahlen haben sich seit der Gründung 2010 von gut 30 auf ca. 500 erhöht, auch das Angebot wurde ständig ausgebaut: So werden neben der von Anfang an durchgeführten Peer-to-Peer-Beratung für Kinder und Erwachsene eine florierende Rechtsberatung, verschiedene Austauschgruppen für Angehörige oder eine Jugendgruppe angeboten. TGNS organisiert die mittlerweile grössten Transtagung im deutschsprachigen Raum, hat ein Projekt für trans Menschen in der Arbeitswelt aufgebaut, betreibt aktiv Medienarbeit und ist in Politik und Gesellschaft gut vernetzt.

Im Vortrag wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einer vielfältigen „Community“ eingegangen und ein Blick auf die künftigen Ziele geworfen.

Es referieren: Stefanie Hetjens und Henry Hohmann, TGNS

Nächster Sitzungstermin der Vertiefungsgruppe

Montag, 19. März 2018, 18.30 - 20.00 h

Veranstaltungsort
Universitätsspital Zürich USZ (wie gewohnt)


Veranstaltungen

19., 20. und 21. April

Trans/Queer: Ein buntes Treiben und die Frage nach dem Triebhaften

Das gesamte Programm – mehr zur Abendveranstaltung am Donnerstag, zum Seminar vom Freitag/Samstag, zu den Texten, der Fragestellung etc –  können Sie dem Flyer entnehmen. 

Flyer

Veranstaltungsort: Psychoanalytisches Seminar Luzern

Leitung: Lisa Schmuckli und Patrick Gross


Literaturhinweise

VSAO-Journal. Das Magazin des Verbandes Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte. 4-17. Identität.

mit Originalbeiträgen von Mitgliedern der Fachgruppe Trans* Link

Jenseits der tradierten Axiome

Viele Gesellschaften sind durch eine Geschlechterordnung geprägt, welche nur zwei Kategorien kennt: Mann oder Frau. Multiple Alltagserfahrungen führen dazu, dass dieses binäre Denksystem kaum hinterfragt wird. Gleichwohl suchen zunehmend mehr Personen medizinische Hilfe, da sie
sich dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht zugehörig fühlen.
Dr. med. David Garcia, Leiter Schwerpunkt für Geschlechtervarianz, Universitätsspital Basel

PDF David Garcia

Belastung statt Betreuung

Die Beziehungen von trans* Menschen zum Gesundheitssystem sind hoch belastet. Während ihrer Transition erleben sie medizinisch-psychiatrische Institutionen oft als krank machende Stressoren.
Beginnend mit der psychotherapeutischen Begleitung bis hin zu medizinischen Versorgungsleistungen
und Spitalaufenthalten. Das Gesundheitswesen ist noch immer nicht vorbereitet auf trans* Menschen.
Dr. phil. Myshelle Baeriswyl, Psychologin und Sexualpädagogin

PDF Myshelle Baeriswyl

 

Pauli, D. (2017). Geschlechtsinkongruenz und Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen. PSYCH up2date 2017; 11 (6): 529-543. Georg Thieme Verlag.

Artikel von Dr. med. Dagmar Pauli, Chefärztin und stellvertretende Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Mitglied Fachgruppe Trans*:

PDF

 

Esther Hutfless & Barbara Zach (Hg.): Queering Psychoanalysis. Psychoanalyse und Queer Theory – Transdisziplinäre Verschränkungen. Wien, Zaglossus, 2017.

Die Psychoanalyse stellt eine wichtige Behandlungsmethode im psychotherapeutischen Feld dar und ist eine einflussreiche Stimme in den kultur- und geisteswissenschaftlichen Diskursen unserer Zeit.
Kritische Auseinandersetzungen, insbesondere ausgehend von feministischen und queeren Theorien, werden von der Psychoanalyse kaum aufgegriffen und es gibt innerhalb der psychoanalytischen Theorie und Praxis wenig Bewusstsein für die in ihr wirkenden patriarchalen und heteronormativen Diskurse. Die Psychoanalyse wird daher in den aktuellen Debatten um Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen meist nicht als adäquater theoretischer Zugang wahrgenommen.
Dieser Sammelband möchte einen produktiven Dialog zwischen Psychoanalyse und queeren Theorien im deutschsprachigen Raum initiieren, die unhinterfragten heteronormativen Paradigmen innerhalb der Psychoanalyse dekonstruieren, aber auch wichtige Impulse für das Aufgreifen psychoanalytischer Ansätze in queeren Theorien liefern.

 

Zeitschrift für Psychiatrie + Neurologie. Schwerpunkt Trans*. 1/2018

Mit Beiträgen der Fachgruppenmitglieder Myshelle Baeriswyl, Dagmar Pauli, Britta von Stumberg, Niklaus Flütsch, Davis Garcia Nunez, Patrick Gross, Udo Rauchfleisch, Alecs Recher, Hannes Rudolph u.a.

Alle Texte als PDF downloadbar unter:

https://www.rosenfluh.ch/psychiatrie-neurologie-2018-01

 

Scheunemann, K. (2018). Expert_innen des Geschlechts? Zum Wissen über Inter*- und Trans*-Themen. Bielefeld: transcript.

Muss eine Person Inter* oder Trans* sein, um als Expert_in für Inter*- oder Trans*themen anerkannt zu werden? Oder darf sie dies auf keinen Fall, da sie ›objektiv‹ sein muss? Und welche (Gefühls-)Arbeit müssen Expert_innen des Geschlechts alltäglich leisten, um im eigenen Geschlecht und/oder als Expert_in anerkannt zu werden? Verliert der professionelle Expert_innenstatus zunehmend an Deutungsmacht? Anhand von Interviews mit Aktivist_innen und Therapeut_innen räumt Kim Scheunemann mit dem Vorurteil auf, dass ausschließlich Inter*-oder Trans*personen sich mit Geschlecht auseinandersetzen (müssen) und stellt in Frage, ob es objektive Expert_innen des Geschlechtes überhaupt geben kann.