Termine

Nächste Sitzungstermine der Fachgruppe

Montag, 11. Dezember 2017, 18.30 - 20.00h

Non-binäres Geschlecht – ein Leben ausserhalb der Kategorien «Frau» und «Mann»

Wenn Menschen sich in den Kategorien «Mann» oder «Frau» nicht repräsentiert sehen, wird das auch non-binäres Geschlecht oder genderqueer genannt. Unter diesen Menschen gibt es solche, die sich als trans* sehen aber auch solche, die das nicht passend finden. Es gibt solche, die ein Bedürfnis nach Transition auf sozialer, medizinischer und/oder rechtlicher Ebene haben – vergleichbar mit der Transition von trans* Menschen mit einer binären Geschlechtsidentität. Es gibt aber auch solche, die ihren Weg ganz anders beschreiten. In jedem Fall stossen viele von ihnen wohl auf ganz spezifische Herausforderungen, die den trans* Menschen erspart bleiben, die sich innerhalb der Regeln herkömmlicher Zweigeschlechtlichkeit bewegen.

Veranstaltungsort
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie KJPP, Universität Zürich, Neumünsterallee 9, 8032 Zürich

Es referiert
Dr. phil. Chri Hübscher

Nächste Sitzungstermine der Vertiefungsgruppe

Montag, 23. Oktober 2017, 18.30 - 20.00h

Veranstaltungsort USZ
Universitätsspital Zürich USZ (wie gewohnt)


Veranstaltungen

Do, 9. Nov. 2017, 18 - 21.30 Uhr

Frau – Mann – ich? Trans* an Schule und Hochschule

PH Zürich, Lagerstrasse 2, LAA-G001 (grosser Hörsaal), 18 Uhr Filmvorführung "Danish Girl", ab 20 Uhr Podiumsdiskussion

Was beschäftigt Lehrpersonen, wenn Transkinder oder Transjugendliche in der Klasse sind?
Wie erleben Transmenschen und Angehörige ihre Lebenssituationen?
Wie soll Trans* an der Hochschule ein Thema werden?

Podium
Tanja Martinez, Heilpädagogin, Ressortlead Kinder & Jugend TGNS
Louis, junger Transmann
Myshelle Baeriswyl, Psychologin/Sexualpädagogin
Kristian, Vater eines Transkindes

Moderation
Monique Honegger, Kommission Diversity_Gender

Flyer

Do, 9. Nov. 2017, 17 - 20 Uhr

Fachveranstaltung Sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten

Psychatriezentrum Werdenberg-Sarganserland, Hauptstrasse 27, 94477 Trübbach

Für Betroffene ist die Auseinandersetzung mit Fragen zu eigenen sexuellen Orientierungen oder zu Geschlechtsidentitäten mit Ängsten, Unsicherheit und Leid verbunden. Sie wollen keine Rolle mehr spielen, sondern sich selbst annehmen und mutig ihrem Innersten Raum und Ausdruck geben.

Im Rahmen unserer Fortbildung zeigen erfahrene Spezialisten auf, wie eine kompetente und praxisbezogene Unterstützung gelingen kann und stellen Empfehlungen zu Psychotherapie und Versorgung vor. Fachliche und persönliche Fragen der Teilnehmenden werden in Diskussionsrunden aufgenommen und möglichst umfassend beantwortet.

Mit Niklaus Flütsch und Simone Hobi von der Fachgruppe Trans*

Link


Literaturhinweise

VSAO-Journal

Das Magazin des Verbandes Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte. 4-17. Identität.

mit Originalbeiträgen von Mitgliedern der Fachgruppe Trans* Link

Jenseits der tradierten Axiome

Viele Gesellschaften sind durch eine Geschlechterordnung geprägt, welche nur zwei Kategorien kennt: Mann oder Frau. Multiple Alltagserfahrungen führen dazu, dass dieses binäre Denksystem kaum hinterfragt wird. Gleichwohl suchen zunehmend mehr Personen medizinische Hilfe, da sie
sich dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht zugehörig fühlen.
Dr. med. David Garcia, Leiter Schwerpunkt für Geschlechtervarianz, Universitätsspital Basel

PDF David Garcia

Belastung statt Betreuung

Die Beziehungen von trans* Menschen zum Gesundheitssystem sind hoch belastet. Während ihrer Transition erleben sie medizinisch-psychiatrische Institutionen oft als krank machende Stressoren.
Beginnend mit der psychotherapeutischen Begleitung bis hin zu medizinischen Versorgungsleistungen
und Spitalaufenthalten. Das Gesundheitswesen ist noch immer nicht vorbereitet auf trans* Menschen.
Dr. phil. Myshelle Baeriswyl, Psychologin und Sexualpädagogin

PDF Myshelle Baeriswyl

 

Studie: Trans* Jugendliche in Australien

Summary der Studie: Link

Komplette Studie: Link

Die grösste je in Australien durchgeführte Studie (859 Teilnehmende von 14-25 Jahren) zeigt erschreckende Ergebnisse:

  • fast 80% haben sich selbst verletzt
  • fast 50% haben einen Suizidversuch unternommen
  • fast 75% haben eine Depression, 72% eine Angststörung...
  • 23% eine Essstörung
  • über 42% haben im Gesundheitssystem kein Verständnis und fehlenden Respekt erfahren
  • fast 75% wurden in der Schule gemobbt
  • 65% haben keine Unterstützung in der Familie erhalten
  • und 22% hatten Probleme mit der Unterbringung oder sind obdachlos...